Beschreibungszeile
HintergrundOben
Platzhalter
DFI
A
A
A
 
 
Berufsfeld Informatik
Hintergrund2Oben

IPA Bewertung

Link

Einleitung

Die Vielfalt der IPA – Arbeiten, die eingereicht werden, lässt eine valide Bewertung mit gleichen Massstäben durch den Fachexperten kaum mehr zu. Die Ansprüche sind – je nach Arbeitsgebiet und Aufgabenstellung – sehr unterschiedlich.

Die unterschiedliche Schwerpunktsetzung der Lehrbetriebe in der Ausbildung wie auch die Spezialisierung in manchen Bereichen macht einen strukturierten vergleichbaren Prüfungsablauf nicht mehr möglich.

Es galt ein System zu finden, das den ursprünglichen Gedanken der IPA – nämlich einer innovativen praxisorientierten Prüfungsform – aufrechterhält, aber die Bewertungen für Fachvorgesetzten und Experten transparenter macht.

Ebenso galt es sich damit auseinander zu setzen, was denn gute Leistung in den verschiedenen Arbeitsgebieten bedeutet bzw. was von einem Lernenden dort nach Abschluss der Ausbildung erwartet wird.

Es musste also ein Ansatz gefunden werden, der

  • eine einigermassen vergleichbare Bewertung durch die Experten zulässt,
  • damit gerechtere Bewertungen zulässt,
  • für alle Beteiligten transparent ist,
  • damit den Absolventen angibt, was von ihnen erwartet, gefordert wird,
  • weniger Diskussionen für die Notengebung auslöst,
  • das Können jedes Einzelnen messen lässt,

aber nicht so starr ist, dass die IPA ihren handlungsorientierten Ansatz verliert.

Der kriteriumsorientierte Ansatz ist die Grundlage für das Arbeiten mit solchen Beurteilungskriterien. Wenn man heute prüft, sollte man sich auch überlegen, wie man die Ergebnisse bewertet. Das ist nicht immer ganz einfach. Manchmal merkt man erst beim Korrigieren oder Bewerten, dass die Prüfung bzw. Aufgabenstellung viel schwieriger war, als erwartet. Ein anderes Mal erreichen beinahe alle Absolventen die maximale Punktzahl. Die Frage ist dann oft: «Wie legt man nun am besten den Notenmassstab fest?»

Eine Möglichkeit, den Bewertungsmassstab festzulegen, ist die inhaltliche und fachliche Leistung. Hier bilden die sachlichen Lerninhalte die Grundlage für die Bezugsnorm. Man fragt sich dabei, ob genau definiertes sachliches Wissen vorhanden ist oder ob genau umschriebene Fertigkeiten vom Lernenden ausgeführt werden. Der Massstab sind also das fachliche Wissen oder die verlangten Fertigkeiten, die im Voraus festgelegt werden. Man gibt damit an, was erwartet wird, welche Leistungen erfüllt, welche Fertigkeiten vorhanden sein müssen, um eine gute Leistung zu erbringen. Dazu werden detaillierte Kriterien ausformuliert.

Diese bilden dann die verbindliche Grundlage für die Korrektur der Prüfungen. Diese Art zu bewerten bedarf aber auch einer intensiven Auseinandersetzung der Experten bzw. Fachvorgesetzten mit dem Massstab bzw. der Definition für «gute Leistung».

Eine Schwierigkeit besteht darin, dass beim kriteriumsorientierten Prüfen das Zielverhalten schon im Voraus bekannt sein muss. Es muss entschieden und auch detailliert schriftlich beschrieben werden, was genau gefordert ist. Das ist nicht immer so einfach zu formulieren, es braucht sehr viel Zeit und Sorgfalt.

Nicht alle angeschlossenen Kantone benutzen bereits diesen kriterienorientierten Beurteilungsansatz. Der Aufbau des Bewertungsbogens kann auch von Kanton zu Kanton unterschiedlich sein. Orientieren Sie sich bei Ihrer Prüfungsorganisation.

Hintergrund2Unten
Hintergrund1Unten