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Facharbeiten Bern 2007

Deployment Plattform für Windows XP mittels Windows Deployment Services
Widmer Bastian Bruno, Amt für Informatik und Organisation des Kantons Bern

Ausgangslage

Das Ende 2005 aus der ehemaligen IT der Steuerverwaltung und dem Organisationsamt neu entstandene Amt für Informatik und Organisation des Kantons Bern (KAIO), erbringt IT Dienstleistungen für die Finanzdirektion des Kantons Bern. Die ca. 1500 Clients und Benutzer werden von verschiedenen dezentralen Abteilungen und Fachbereichen betreut.

Für die Erstinstallation im Stagingbereich, aber auch vor Ort an verschiedenen Standorten sollen rasche Neuinstallationen sowie der speditive Austausch von Clients gewährleistet sein. Die Lösung auf der Basis der neuen Microsoft Deployment Plattform soll die bestehenden Erstinstallationsmethoden (Unattend-Installation) mittels RENO und RIS ablösen. Diese erfüllen die Anforderungen und Bedürfnisse nicht mehr ausreichend. Die neue Methode bringt mehr Möglichkeiten. Diese Möglichkeiten werden grösstenteils erst mit Windows Vista voll ausgeschöpft werden können. Jedoch wird mit dem Service Pack 2 für Windows Server 2003 RIS durch WDS abgelöst, was eine vorbereitende Massnahme für die spätere Migration der Clients auf Windows Vista darstellt. Die neuen WIM-Images sind gegenüber den RIS Abbildern schneller, da sie Komprimiert sind und durch das Single Instancing keine doppelten Dateien enthalten.

Ziel

Ziel dieser Individuellen Produktiv Arbeit ist es, eine WDS-Umgebung für Windows XP aufzubauen und diese zu dokumentieren.

Es soll möglich sein, einen Client innert kurzer Zeit über das Netzwerk neu zu installieren. Der installierte Client ist danach sofort verwendbar, ohne zusätzlichen Installationsaufwand zu generieren.

Mit WDS soll der Wartungsaufwand gesenkt und ein möglichst hohes Mass an Automatisierung erreicht werden.

Als Ergebnis wird eine Deployment-Umgebung sowie das Image für einen IBM ThinkCentre S51 erwartet. In dem Systemabbild sollen die üblichen Standard-Applikationen bereits eingebunden sein.

Als Standard-Applikationen wurden wie folgt integriert:

  • Microsoft Office 2003
  • Adobe Reader 8.0
  • Mc Afee Enterprise Virus Scan 8.5i

Lösung/Resultat

Zum erstellen der Deployment-Umgebung wurden folgende Werkzeuge eingesetzt:

  • Windows Deployment Services (WDS)
    Die Windows Deployment Services sind der Nachfolger der mit Windows 2000 eingeführten Remote Installation Services (RIS). Die Funktionalitäten von WDS sind ähnlich, jedoch gegenüber RIS stark erweitert.

  • Deployment Workbench aus dem Business Deployment Desktop (BDD)
    Der Deployment Workbench ist sozusagen der Zentrale Drehpunkt bei einem Deployment mittels Windows Deployment Services. In diesem Werkzeug werden Betriebssystem-Sources, Treiber und Softwarepakete zusammen in einem Build vereint und für die Erstellung eine Masterinstallation vorbereitet.

  • Windows Automated Installation Kit (WAIK)
    Mit den Werkzeugen aus WAIK wird schlussendlich die Automatisierung des Rollout-Prozesses vorgenommen. Mit dem Windows System Image Manager (WSIM) werden für die verschiedenen Images die Antwortdateien im XML-Format zusammengestellt. Die XML-Dateien lösen die alten Textdateien, welche für Windows XP benötigt wurden, komplett ab.

Die Windows Deployment Services sind ein gekonntes Zusammenspiel aus verschiedenen Werkzeugen. In der Grafik wird der Ablauf des kompletten Deployments dargestellt.

Build erstellen (rot)
Um Windows XP über WDS bereitzustellen sind einige Vorarbeiten notwendig. Es geht hierbei darum, das Betriebssystem und die die Softwarekomponenten zu parametrisieren und die Treiber zu integrieren. Diese Komponenten werden in einem so genannten Build zusammengefasst. Dieses Build enthält nebst dem Betriebssystem, der Software und den Treibern auch die Informationen über die Lizenzschlüssel.

Master-Installation (blau)
In dieser Phase wird das Erstellen der Masterinstallation abgehandelt. Das bedeutet, dass der Client über das Netzwerk gebootet und nach Authentifizierung am WDS-Server die Betriebssysteminstallation automatisch durchgeführt wird. Nach abschluss der Installation werden die zugewiesenen Softwarepakete installiert. Wenn das System und die Software komplett installiert sind, so müssen lediglich noch die aktuellsten Updates vom lokalen WSUS-Server bezogen und installiert werden.

WIM-Image erstellen / Deployment (grün)
Zum Abschluss des Deploymentprozesses wird der Referenzcomputer mittels Sysprep für die Imageerstellung vorbereitet. Wenn der Sysprep-Vorgang abgeschlossen ist, wird über ein spezielles Boot-Image ein Systemabbild erstellt und auf dem Deployment-Server abgelegt. Wenn das Abbild des Referenzcomputers erstellt ist, kann dieses über das Netzwerk verteilt werden.

Weitere Informationen und Auskünfte: the_wds_guy@dasrecht.net

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